Als ich das Honor MagicPad 4 zum ersten Mal aus der Verpackung nahm, war mein erster Gedanke: „Das soll ein 12,3-Zoll-Tablet sein?“ Es liegt so leicht in der Hand – nur 456 Gramm – und ist mit 5,2 Millimetern dünner als manche Smartphones. Die flachen Kanten und das metallische Gehäuse fühlen sich hochwertig an. Klar, mit 27 mal 18 Zentimetern ist es groß, einhändig bedienen kann ich es nur kurz, aber weil es so leicht ist, geht das erstaunlich gut. Meistens liegt es aber auf meinem Schreibtisch oder auf dem Sofatisch.
Das Display – ein echter Wow-Faktor
Der Bildschirm hat mich sofort umgehauen. 12,3 Zoll OLED – das ist schon schick, aber die Helligkeit ist der Wahnsinn. Ich habe das Tablet draußen im Sonnenschein getestet, und ich konnte wirklich alles problemlos lesen. Filme schauen macht richtig Spaß: Die Farben sind knallig, Schwarz ist wirklich schwarz, und die Schärfe ist top. Kein Wunder bei über 5,7 Millionen Pixeln.
Arbeiten und Spielen – keine Wartezeiten
Ich bin kein Power-User, aber ich habe es mal mit ein paar größeren Aufgaben probiert. Photoshop lief flüssig, selbst als ich mehrere Ebenen und Filter verwendet habe. Auch Power Director für ein kurzes Videoschnitt-Projekt – keine Ruckler. Die Bedienung fühlt sich instant an, als ob das Tablet meine Gedanken liest. Die 12 Gigabyte RAM machen sich bezahlt. Selbst als ich zwanzig Browser-Tabs offen hatte, nebenbei YouTube laufen ließ und noch zwei Office-Dokumente bearbeitete, gab es keine Verzögerung. Die KI-Engine verteilt die Last einfach clever.
Kameras – besser als erwartet
Ich mache normalerweise keine Fotos mit Tablets, aber ich war neugierig. Bei Tageslicht sind die 13 Megapixel auf der Rückseite wirklich ordentlich: scharf, gute Farben, und der Auslöser reagiert sofort. Bei Dämmerung wird es körnig, aber für eine schnelle Dokumentation reicht es noch. Die Selfie-Kamera mit 8 Megapixeln hat bei Videoanrufen mit meiner Familie gut funktioniert – solange ich am Fenster saß. Abends im Wohnzimmer war es etwas rauschend, aber noch akzeptabel.
Akku – ein Arbeitstag, aber kein Marathoni
Der 10.100-mAh-Akku hält bei mir etwa einen Arbeitstag durch. Von 9 bis 17 Uhr mit Pausen – das passt. Positiv: Wenn ich mittags mal vergessen habe, nachts zu laden, stecke ich es für eine Stunde an die 38-Watt-Ladung, und bin bei über 50 Prozent. In zwei Stunden ist es komplett voll. Das rettet mich oft.
Was mich stört
Leider gibt es keine 5G-Version. Ich bin oft unterwegs und müsste dann über mein Smartphone tethering machen – geht, ist aber umständlich. Außerdem kann ich den Speicher nicht per microSD erweitern. 512 GB sind zwar viel, aber wer viele Filme oder Spiele speichert, könnte irgendwann an Grenzen stoßen. Und der Preis: Das 512-GB-Paket mit Tastatur, Stift und den MouseBuds kostet 799 Euro – das ist eine Stange Geld.
Mein Urteil
Trotz der kleinen Schwächen liebe ich dieses Tablet. Es ist so leicht und schlank, dass ich es fast überall mitnehme. Das Display ist das beste, das ich je auf einem Tablet gesehen habe. Die Leistung ist top. Wer keine 5G braucht und mit dem fest verbauten Speicher leben kann, bekommt hier ein echtes High-End-Gerät. Mir fehlt nur ein Hauch zur absoluten Perfektion – aber ich bin sehr glücklich damit.