{"id":7559,"date":"2021-12-09T09:24:50","date_gmt":"2021-12-09T09:24:50","guid":{"rendered":"https:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/?p=7559"},"modified":"2021-12-09T09:24:50","modified_gmt":"2021-12-09T09:24:50","slug":"emporia-tablet-im-test","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/archive\/7559","title":{"rendered":"Emporia Tablet im Test"},"content":{"rendered":"\n<p>Von Emporia erreicht uns das erste Tablet speziell f\u00fcr Senioren. Es kostet 300 Euro und sofort kommt die Frage auf: Braucht man so etwas? Oder kann es nicht auch ein iPad oder ein Amazon Fire sein? Was das Emporia Tablet so besonders macht, verr\u00e4t der Test von connect.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr \u00e4ltere Menschen ist es schwer, den rasanten Entwicklungen in der digitalen Sph\u00e4re zu folgen. Essentielle Apps wie WhatsApp und Skype k\u00f6nnen sie vor un\u00fcberwindbare H\u00fcrden stellen. Das ist unbefriedigend f\u00fcr alle Beteiligten: F\u00fcr die \u00e4ltere Generation, weil sie sich digital abgeh\u00e4ngt f\u00fchlt, f\u00fcr die j\u00fcngere Generation, weil sie mit der Familie nicht so kommunizieren kann, wie sie es gewohnt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorteile im Vergleich zu einem normalen Tablet<br>Hier setzt das Emporia Tablet an. Eine Bedienungsanleitung im Umfang von knapp 100 Seiten erkl\u00e4rt nicht nur den Umgang mit dem Tablet, auch die Grundlagen von Social Media (zum Beispiel das Kapitel \u201eDie Facebook Timeline\u201c), Videotelefonie und Musik- und Videostreaming werden anschaulich mit vielen Screenshots erl\u00e4utert.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Besonderheit ist die Ladeschale, mit der man das Tablet aufladen und auf dem Tisch aufstellen kann \u2013 das ist sehr bequem f\u00fcr Videochats. Dieser Standfu\u00df ist so clever konstruiert, dass er auch als Wandhalterung eingesetzt werden kann. Emporia hat sogar an eine Bohrschablone gedacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die angepasste Benutzeroberfl\u00e4che ist die dritte und wichtigste Besonderheit des Emporia Tablet. Sie stellt mit Hilfe von gro\u00dfen Schriften und Icons einfachen Zugang zu den wichtigsten Funktionen des Tablets sicher. Icons f\u00fcr \u201eHome\u201c und \u201eZur\u00fcck\u201c werden permanent eingeblendet und auch die Tastatur ist mit extragro\u00dfen Tasten altersgerecht angepasst. Emporia hat hier ganze Arbeit geleistet: Die Modifizierungen sind umfangreich und enden erst in den tieferen Systemeinstellungen oder in einer App wie Skype. Letztere wird daf\u00fcr aber im bereits erw\u00e4hnten Ratgeber erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Stark: Auf Nachfrage erkl\u00e4rte uns das Unternehmen, dass Android 12 per Update fest eingeplant ist. Au\u00dferdem will man regelm\u00e4\u00dfig Sicherheitsupdates liefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachteile gegen\u00fcber einem normalen Tablet<br>Dass bei einem Preis von 300 Euro inklusive Halterung und umfangreichem Ratgeber technisch keine Feinkost geboten werden kann, ist klar. Dass Emporia mit Blick auf den Prozessor aber so tief runter geht, hat uns dann doch \u00fcberrascht. Mediateks MT8768 wurde vor zwei Jahren vorgestellt und von Huawei benutzt \u2013 f\u00fcr sein 99-Euro-Tablet MatePad T8. Der Antutu-Benchmark zeigt, dass das Emporia Tablet besser ist &#8222;als 1 Prozent der Ger\u00e4te&#8220;, mehr Low-Tech geht kaum. Die Benutzerf\u00fchrung gestaltet sich entsprechend gem\u00e4chlich. F\u00fcr den Wechsel vom Hoch- ins Querformat genehmigt sich das Tablet eine Gedenksekunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00fcbrige Ausstattung ist dagegen preisgerecht. Das 10,1 Zoll gro\u00dfe IPS-Panel liefert eine gute Leuchtkraft und stellt Inhalte mit 1920 x 1200 Pixel fein dar. Gut gefallen hat uns die vielseitige Connectivity: Das LTE-Modem macht es m\u00f6glich, dass auch Haushalte ohne WLAN-Router mit dem Emporia Tablet arbeiten k\u00f6nnen \u2013 in der angepeilten Zielgruppe d\u00fcrfte ein nicht unwesentlicher Anteil kein WLAN zu Hause haben. Auch die 3,5 Millimeter-Klinkenbuchse ist zielgruppengerecht: Statt Kopfh\u00f6rer \u00fcbers Bluetooth-Men\u00fc oder per Adapter zu koppeln, kann man sie einfach einstecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwergewichtler im Aluminiumgeh\u00e4use<br>Mit 5000 mAh ist der Akku f\u00fcr ein Tablet knapp bemessen, vergleichbare Modelle wie das Xiaomi Pad 5 (8720 mAh), Nokias T20 (8000 mAh) oder Amazons Fire HD 10 Plus (6500 mAh) bieten mehr. Von der Laufzeit sollte man daher keine Wunder erwarten, mit 6:43 Stunden im PC Mark ist das Emporia Tablet im unteren Mittelfeld angesiedelt. \u00c4rgerlich: Zum Aufladen kann man nur das mitgelieferte USB-C-Kabel verwenden, andere USB-C-Stecker werden von der Buchse nicht akzeptiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Gut gefallen hat uns das tadellos verarbeitete Geh\u00e4use. Emporia setzt auf einen robusten Aluminium-Unibody, der nur am oberen Rand von einem schmalen Kunststoffstreifen unterbrochen wird. Hier sind die Antennen f\u00fcr den Mobilfunkempfang positioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein R\u00e4tsel ist f\u00fcr uns das hohe Gewicht. Das Tablet bringt stattliche 576 Gramm auf die Waage und zieht die Hand schnell nach unten. Zum Vergleich: Nokias \u00e4hnlich ausgestattetes T20, das in der LTE-Variante 269 Euro kostet, wiegt trotz gro\u00dfem 8000-mAh-Akku mit 470 Gramm deutlich weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit<br>Das Emporia Tablet punktet mit Kleinigkeiten, die einem digital erfahrenen Nutzer nicht wichtig sind: Reichlich Zubeh\u00f6r, einer umfangreichen Bedienungsanleitung und einer gut verst\u00e4ndlichen Benutzeroberfl\u00e4che. Es ist eine gute Wahl f\u00fcr eine Generation 65+, die nicht spielerisch mit WhatsApp und Skype umgehen kann. Dass es keine sehr gute Wahl ist, liegt am veralteten Prozessor und dem hohen Gewicht. Aus technischer Sicht bieten preislich vergleichbare Tablets wie das bereits erw\u00e4hnte T20 oder Amazons Fire-Serie mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachbau Akkus f\u00fcr Tablets jetzt im&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.akkusmarkt.de\/\">akkusmarkt.de<\/a>&nbsp;erh\u00e4ltlich. 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