{"id":6748,"date":"2021-07-05T09:56:52","date_gmt":"2021-07-05T09:56:52","guid":{"rendered":"https:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/?p=6748"},"modified":"2021-07-05T09:56:52","modified_gmt":"2021-07-05T09:56:52","slug":"sony-xperia-10-iii-und-xiaomi-poco-f3-5g-im-vergleichstest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/archive\/6748","title":{"rendered":"Sony Xperia 10 III und Xiaomi Poco F3 5G im Vergleichstest"},"content":{"rendered":"\n<p>Vom Herausforderer zum Vorreiter: Junge, dynamische Marken aus China geben in der Android-Welt den Takt vor \u2013 auch in der hartumk\u00e4mpften Mittelklasse. Ein gutes Beispiel ist das Poco F3 5G, das 400 Euro kostet und selbstbewusst als \u201ePerformance-Monster\u201c beworben wird. Dass diese Ansage nicht aus der Luft gegriffen ist, wird sich sp\u00e4ter noch zeigen. Sony l\u00e4sst sich davon nicht beirren und hat das Xperia 10 Mark III f\u00fcr 429 Euro auf den Markt gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterschiede in der Connectivity der beiden 5G-Kontrahenten<br>Verbindungsfreudig pr\u00e4sentieren sich beide Neuheiten: Sie folgen dem 5G-Trend und unterst\u00fctzen die j\u00fcngste Mobilfunkgeneration in den hierzulande relevanten Sub-6-B\u00e4ndern. Derzeit noch wichtiger: Beide sind auch in den LTE-Netzen rasant unterwegs. Die von den Netzbetreibern derzeit bereitgestellten Maximaldatenraten von bis zu 500 Mbit\/s k\u00f6nnen das Poco und das Sony locker mitgehen. Spitzendatendurchs\u00e4tze in lokalen State-of-the-Art- Netzwerken zu Hause oder im B\u00fcro verspricht dagegen allein das Modell der Xiaomi-Partnermarke. Es unterst\u00fctzt den leistungsf\u00e4higeren Wi-Fi-6-Standard. Das Xperia 10 III bleibt bei Wi-Fi-5. Die Japaner optimieren mit eigenen Deep-Learning- Technologien den Wechsel vom Mobilfunk in WLANs. Dazu werden die Wi-Fi-Verbindungen vorab analysiert. NFC, das kontaktloses Bezahlen erm\u00f6glicht, und Bluetooh 5.1 haben beide Modelle an Bord.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei schnellen Datentransfers zum Notebook per Kabel macht das Xperia 10 III mit seiner flotteren USB-C-Schnittstelle (USB 3.2 Gen 1) das Rennen. Wer das Sony mit einer microSD-Karte best\u00fcckt, muss auf eine zweite Nano-SIM verzichten. Zwei Rufnummern kann auch das Poco verwalten. Der fehlende microSD- Schacht f\u00e4llt hier kaum ins Gewicht, stehen in der getesteten Variante doch satte 235 GByte zur freien Nutzung bereit. Das Sony gibt sich hier mit standesgem\u00e4\u00dfen und erweiterbaren 106 GByte zufrieden. Im Leistungsvergleich der Systemchips zeigt das Poco neben dem Sony auch fast allen anderen Mittelklassemodellen die R\u00fccklichter.<\/p>\n\n\n\n<p>Leistungsunterschiede durch unterschiedliche Systemchips<br>Xiaomi kombiniert einen Qualcomm Snapdragon 870 mit 8 GByte schnellem LPDDR5-Arbeitsspeicher. Der bereits vom Motorola g100 bekannte, inoffizielle Nachfolger des Snapdragon 865 untermauert seine enorme Leistungsst\u00e4rke in den Benchmarktests und verspricht auch auf l\u00e4ngere Sicht gen\u00fcgend Rechenpower f\u00fcr eine souver\u00e4ne Performance bei Action-Spielen oder anderen anspruchsvollen Anwendungen. Im Xperia werkelt \u2013 wie auch im Oneplus Nord N10 5G \u2013 mit dem Snapdragon 690 ein typischer Mittelklasse-Chip, der hier auf 6 GByte-RAM zur\u00fcckgreifen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Im allt\u00e4glichen Umgang halten sich die Leistungsunterschiede in Grenzen \u2013 auch weil das Xperia auf ein unverbautes Android 11 setzt. Xiaomi st\u00fclpt die bekannte MIUI-Oberfl\u00e4che in der Version 12 und den POCO-Launcher \u00fcber. Die Bedienung l\u00e4uft direkt und rund, zumal ein Linearmotor Fingerbefehle mit einem pr\u00e4zisen haptischen Feedback quittiert. Apropos Haptik: Entriegelt werden beide OLED-Bildschirme \u00fcber flott reagierende Fingerabdrucksensoren. Das Poco gibt das Display zudem per 2D-Gesichtserkennung frei. Im gesperrten Zustand informiert bei Sony eine LED \u00fcber neue Nachrichten. Beim Poco gibt das Always-On-Display einen \u00dcberblick \u00fcber den aktuellen Infostatus.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Unterhaltung sorgen im F3 5G kr\u00e4ftig t\u00f6nende Stereolautsprecher und der zuschaltbare Raumklang-Booster Dolby Atmos. Die Japaner schw\u00f6ren auf ihr KI-basiertes Echtzeit-Klangtuning per DSEE Ultimate, unterst\u00fctzen ebenfalls HD-Audioformate via Bluetooth und spendieren einen Kopfh\u00f6reranschluss. Im Vergleich der beiden Dreifachkameras bietet das Sony mit einem optischen Zweifachtele die h\u00f6herwertigeren Zoomaufnahmen. Dadurch kann das Xperia 10 III in unserem Camera quality benchmark insgesamt mehr Punkte sammeln. Unsere qb-Kameraanalyse auf der n\u00e4chsten Seite zeigt aber auch: Die besseren Ergebnisse bei den Weitwinkelbrennweiten und eine h\u00f6here Fotoqualit\u00e4t unter guten Lichtbedingungen sprechen f\u00fcr das Poco. Letzteres verf\u00fcgt neben einer 5-MP-Makrolinse f\u00fcr passable Nahaufnahmen auch \u00fcber ein drittes, r\u00fcckseitiges Mikrofon und erlaubt so bei Videoaufnahmen Audio-Zoom- Effekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Displayseite gew\u00e4hren die h\u00f6heren R\u00e4nder des Sonys oben Platz f\u00fcr eine 8-MP-Frontkamera. Das 20-MP-Selfie-Pendant des Poco steckt in der OLED-Anzeige. Ein starkes Bild geben die mit Gorilla Glass gesch\u00fctzten OLEDDisplays ab. Sony verwendet eine etwas kleinere 6-Zoll-Diagonale und das filmfreundliche 21:9-Breitbildformat. Der 6,67 Zoll messende Poco-Screen ist mit einer Schutzfolie versehen und l\u00e4sst im 120-Hertz- Modus bewegte Inhalte beim Scrollen klarer am Auge vor\u00fcberziehen. Leuchtkraft, Aufl\u00f6sung und die Kontraste liegen bei beiden auf einem klassenbezogenen \u00fcberzeugenden Niveau.<\/p>\n\n\n\n<p>Exzellente Akklaufzeit und insgesamt solide Laborergebnisse<br>Den Zweikampf im Messparcour kann das Xperia auch dank der ein wenig besseren LTE-Funkleistungen knapp f\u00fcr sich entscheiden. Luft nach oben gab es im GSM-Durchgang \u2013 vor allem beim Poco F3. Letzteres legt ansonsten ebenfalls einen respektablen Laborauftritt hin und bietet in Senderichtung eine minimal bessere Akustik. Und die Ausdauer?<\/p>\n\n\n\n<p>In beiden F\u00e4llen top. Der Akku im Poco F3 5G muss im 60-Hertz-Modus erst nach 13:10 Stunden ans Netz. Bei einer Bildwiederholrate von 120 Hertz verringert sich die ermittelte praxisbezogene Ausdauer um knapp eine halbe Stunde. Auch dieser Wert \u00fcberzeugt. Ladevorg\u00e4nge verk\u00fcrzt ein 33-Watt-Netzteil, das wie eine transparente Geh\u00e4useh\u00fclle zum Lieferumfang z\u00e4hlt. Sony legt dagegen ein mageres 7,5-Watt-Steckernetzteil bei. Daf\u00fcr h\u00e4lt das Xperia 10 III mit einer Akkuladung herausragende 14:10 Stunden durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass eine exzellente Verarbeitungsqualit\u00e4t und eine gute Haptik heute fast schon Standard sind, untermauern beide Testkandidaten. Sony und Xiaomi setzen auf Kunststoffrahmen und r\u00fcckseitig auf glatte, f\u00fcr Fingerabdr\u00fccke empf\u00e4ngliche Glasoberfl\u00e4chen. Letzeres trifft vor allem auf das gr\u00f6\u00dfere, etwas flachere Poco F3 5G zu. Das leichtere, handlichere Sony Xperia 10 III hat au\u00dferdem erfolgreiche Tests auf Wasser- und Staubdichtheit nach IP65\/68 vorzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit<br>Die chinesische Marke, die kompromisslos auf Preis-Leistung setzt, hat wieder zugeschlagen: Vor allem mit mehr Speicher, einem klassenbezogen \u00fcberlegenen System-Chip und einer opulenten Ausstattung setzt sich das Poco F3 5G in der 400-Euro-Liga nach oben ab \u2013 zumindest solange, bis Oneplus, Oppo, Xiaomi und Co. erneut nachlegen. Und das Sony? Das Xperia 10 Mark III ist ein kompaktes, gutes Smartphone, das letztlich gegen einen bedingungslos preisoffensiven Gegner den K\u00fcrzeren zieht. Doch das trifft auch auf viele andere, teils noch teurere Mittelklassemodelle zu.<\/p>\n\n\n\n<p>&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;<a href=\"https:\/\/www.akkusmarkt.de\/Handy-Akkus\/xiaomi.htm\">Xiaomi Handys Akku<\/a><br>&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;<a href=\"https:\/\/www.akkusmarkt.de\/Handy-Akkus\/sony.htm\">Sony Handys Akku<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Herausforderer zum Vorreiter: Junge, dynamische Marken aus China geben in der Android-Welt den Takt vor \u2013 auch in der hartumk\u00e4mpften Mittelklasse. Ein gutes Beispiel ist das Poco F3 5G, das 400 Euro kostet und selbstbewusst als \u201ePerformance-Monster\u201c beworben wird. Dass diese Ansage nicht aus der Luft gegriffen ist, wird sich sp\u00e4ter noch zeigen. 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