{"id":5057,"date":"2020-09-21T10:00:52","date_gmt":"2020-09-21T10:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/?p=5057"},"modified":"2020-09-21T10:00:52","modified_gmt":"2020-09-21T10:00:52","slug":"gehoerschutz-ohrstoepsel-im-test","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/archive\/5057","title":{"rendered":"Geh\u00f6rschutz: Ohrst\u00f6psel im Test"},"content":{"rendered":"\n<p>Live-Musik hat einen ganz besonderen Reiz: Die Mischung aus unmittelbarer N\u00e4he zu den Musikern, der ansteckenden Euphorie der Fans und einer Prise Adrenalin im Blut verleiht Konzerten eine Dynamik, wie sie CDs nicht bieten k\u00f6nnten. Besonders im Sp\u00e4tsommer findet ein Auftritt nach dem anderen statt. Also: Raus aus dem H\u00f6rraum und ab ins Get\u00fcmmel, um so viele Gigs wie m\u00f6glich zu besuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Moment: Bei aller Freude darf ein Helferlein auf gar keinen Fall fehlen &#8211; der Geh\u00f6rschutz. &#8222;Quatsch&#8220;, wird mancher jetzt denken, oder: &#8222;wie uncool&#8220;. Zumal ja eigentlich der Mann hinter dem Pult f\u00fcr einen korrekten und unbedenklichen Sound verantwortlich ist. Doch nicht ohne Grund bekommen angehende Tontechnik-Neulinge zu Beginn ihres Studiums die goldene Regel eingetrichtert, dass das Geh\u00f6r als unser wichtigstes Werkzeug besonders schutzbed\u00fcrftig sei. Fehleinsch\u00e4tzungen mancher Kollegen oder andere Faktoren wie pegels\u00fcchtige Club-Besitzer f\u00fchren indes dazu, dass die 100dB-Marke live oft deutlich \u00fcberschritten wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Und: Beeintr\u00e4chtigungen des Geh\u00f6rmechanismus treten bereits ab 104dB auf &#8211; bleibende Sch\u00e4den ab 109dB. Dabei sind die hohen Frequenzanteile die gef\u00e4hrlichsten f\u00fcr das Geh\u00f6r &#8211; die tiefen B\u00e4sse verursachen schlimmstenfalls Bauchschmerzen und \u00dcbelkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie soll man demnach als Konzert-Fan vorgehen? Aus Vorsicht einfach immer ganz weit hinten stehen (da hohe T\u00f6ne bei der Ausbreitung des Schalls am schnellsten ihre Energie verlieren) und dort am miesen Sound leiden? Oder \u00fcberhaupt keine Live-Musik mehr genie\u00dfen? Beides keine echten Alternativen. Also: Her mit dem Geh\u00f6rschutz! Ob er dann wirklich zum Einsatz kommen muss, ist vorerst zweitrangig.<\/p>\n\n\n\n<p>Geh\u00f6rschutz vs. Klang<br>Doch in der Praxis ist Schallisolation und Schutz nicht alles. Besonders als HiFiist legt man gro\u00dfen Wert darauf, m\u00f6glichst neutral und unverf\u00e4lscht zu h\u00f6ren. Dann einfach einen Zipfel Taschentuch in die Ohren zu stopfen, w\u00e4re ein Unding. Auch die klassischen gelben Schaumstoffplugs (oft bei Bauarbeitern zu sehen) sind zu Recht unbeliebt. F\u00fcr den Spagat zwischen Schutz und tonaler Neutralit\u00e4t bestens geeignet sind nat\u00fcrlich ma\u00dfgeschneiderte Sonderanfertigungen, die mit speziellen akustischen Filtern ausgestattet sind. Aber: Sie sind in der Herstellung aufwendig, weil ein H\u00f6rakustiker zun\u00e4chst einen Abdruck des Geh\u00f6rganges anfertigen muss, um dann daraus den eigentlichen Schutz herzustellen &#8211; daher ist das Ganze auch nicht ganz billig.<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccklicherweise gibt es auch deutlich preiswertere L\u00f6sungen, die mittlerweile einen \u00e4hnlich guten Effekt bieten wie ihre teureren Pendants. Meist bestehen sie aus Silikon, was eine Anpassung an die Ohren der meisten Menschen erm\u00f6glicht. F\u00fcr Personen mit schmalen Geh\u00f6rg\u00e4ngen gibt es entsprechend kleinere Versionen, und selbst Exemplare f\u00fcr Kinder sind verf\u00fcgbar (man achte einmal auf die hohe Anzahl von Kleinkindern ohne Geh\u00f6rschutz auf Livekonzerten). Praktisch: Silikon ist pflegeleicht und l\u00e4sst sich einfach unter lauwarmem Wasser reinigen. Manche Schutz-St\u00f6psel kommen sogar mit austauschbaren Filtern, um den D\u00e4mpfungsfaktor oder die tonale Abstimmung zu \u00e4ndern. So l\u00e4sst sich ihre Wirkung nach Lust und Laune erh\u00f6hen oder abschw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>Geh\u00f6rschutz: Worauf kommt es an?<br>Wie man den Schall und dessen Lautst\u00e4rke wahrnimmt, h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab. Eine wichtige Rolle spielt das Alter: Ein 15-J\u00e4hriger h\u00f6rt nun mal besser (oder einfacher) als die meisten 60-J\u00e4hrigen. Doch auch physische und psychische Faktoren sind ausschlaggebend: Wer sich eine Erk\u00e4ltung eingefangen hat oder unter Stress leidet, empfindet laute Kl\u00e4nge schmerzhafter als sonst. Und nicht nur die Wahrnehmung, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, einen H\u00f6rschaden zu erleiden, h\u00e4ngt von diesen Einfl\u00fcssen ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Also suchten sich die AUDIO-Redakteure einen der entspannteren Tage des Monat aus, um die sch\u00fctzenden In-Ears in Ruhe testen zu k\u00f6nnen. Als Musik diente alles von Jazz bis Speed-Metal &#8211; und das bei Lautst\u00e4rken von weit \u00fcber 100dB. Bei den &#8222;Testger\u00e4ten&#8220; fiel die Auswahl stichprobenartig auf f\u00fcnf Exemplare unter 50 Euro. Wichtiges Kriterium: Die Plugs sollten so ziemlich \u00fcberall problemlos zu kaufen sein &#8211; etwa im gut sortierten Musikladen oder in g\u00e4ngigen Internetshops.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit<br>Angesichts der Preise der hier getesteten Ger\u00e4te und ihrer gesundheitssch\u00fctzenden Wirkung sind 20 bis 30 Euro f\u00fcr einen Geh\u00f6rschutz eine unbedingt sinnvolle Investition (zumal, wenn man bedenkt, was manch einer f\u00fcr HiFi-Zubeh\u00f6r ausgibt). Alle Messungen wurden \u00fcbrigens mit Hilfe eines speziellen Kunstkopf-Mikrofons durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch aus den eingangs genannten Gr\u00fcnden (Alter, Empfinden, Gesundheitszustand des H\u00f6rers) sagt der Frequenzgang rein gar nichts \u00fcber den tats\u00e4chlichen &#8222;Klang&#8220; dieser kleinen Helferlein aus. Will man diesen n\u00e4mlich einsch\u00e4tzen, hilft nur der Test in einer realen Live-H\u00f6rsituation. Gute Nachricht: Kein einziger der hier getesteten St\u00f6psel ist wirklich schlecht: Sie senken den Pegel und bleiben dabei &#8211; mal mehr, mal weniger &#8211; tonal erstaunlich ausgewogen. F\u00fcr welchen man sich entscheidet, bleibt also Geschmackssache.<\/p>\n\n\n\n<p>&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;<a href=\"http:\/\/www.akkusmarkt.de\/varta-akku-CP1654_A3-p1777120.htm\">VARTA CP1654 A3 Bluetoot Headset Akku f\u00fcr CP1654_A3<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Live-Musik hat einen ganz besonderen Reiz: Die Mischung aus unmittelbarer N\u00e4he zu den Musikern, der ansteckenden Euphorie der Fans und einer Prise Adrenalin im Blut verleiht Konzerten eine Dynamik, wie sie CDs nicht bieten k\u00f6nnten. Besonders im Sp\u00e4tsommer findet ein Auftritt nach dem anderen statt. 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