{"id":4593,"date":"2020-06-29T08:40:27","date_gmt":"2020-06-29T08:40:27","guid":{"rendered":"http:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/?p=4593"},"modified":"2020-06-29T08:40:27","modified_gmt":"2020-06-29T08:40:27","slug":"medion-akoya-p6645-im-test-aldi-notebook-mit-512-gbyte-ssd","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/archive\/4593","title":{"rendered":"Medion Akoya P6645 im Test: Aldi-Notebook mit 512-GByte-SSD"},"content":{"rendered":"\n<p>Medion gibt dem 700 Euro teuren Aldi-Notebook Akoya P6645 viel schnellen SSD-Speicherplatz mit und hat die Tastatur f\u00fcr gro\u00dfe Finger ausgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bislang waren SSDs mit 128 oder 256 GByte Speicherplatz bei Notebooks im mittleren Preissegment \u00fcblich. Das Medion-Notebook Akoya P6645, das Aldi S\u00fcd am 14. M\u00e4rz tempor\u00e4r f\u00fcr 700 Euro ins Sortiment aufnimmt, hat hingegen satte 512 GByte SSD-Speicherplatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich um eine NVMe-SSD im M.2-2280-Format; der Phison-Controller liefert sehr hohe Leseraten nahe am theoretischen Maximum: Wir haben fast 3200 MByte\/s gemessen. Bei Schreibvorg\u00e4ngen geht es mit knapp 650 MByte\/s zwar wesentlich gem\u00fctlicher zu, doch das reicht im Alltag aus \u2013 und ist immer noch schneller als jede SATA-SSD.<\/p>\n\n\n\n<p>Wurstfinger-Tastatur<br>Auch die Tastatur h\u00e4lt eine Besonderheit bereit, denn ihr Tastenabstand weicht von dem bei Desktop-Tastaturen \u00fcblichen 19-Millimeter-Raster ab \u2013 und zwar nach oben: Hier sind es \u00fcber 20 Millimeter. Wie bei Notebook-Tastaturen mit reduziertem Raster m\u00fcssen Vielschreiber trainieren, bis sie hier zielsicher blind tippen k\u00f6nnen \u2013 anfangs geht der ein oder andere Buchstaben besonders am Rand des Tastenfelds daneben. Davon abgesehen ist das Layout gelungen: Es gibt sowohl dedizierte Tasten f\u00fcr Bild-Auf\/-Ab\/Pos1\/Ende als auch einen Cursor-Block, der sich \u00fcber zwei Zeilen erstreckt. Eine Tastenbeleuchtung fehlt ebenso wie Maustasten am wischgestentauglichen Touchpad.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 15,6-Zoll-Bildschirm \u00fcberzeugt mit matter Oberfl\u00e4che, Full-HD-Aufl\u00f6sung und IPS-typisch weiten Einblickwinkeln. Die maximale Helligkeit von gut 230 cd\/m2 reicht f\u00fcr sonnige Tage an einem schattigen Pl\u00e4tzchen aus. Das Panel hat seitlich und oben d\u00fcnne R\u00e4nder, weshalb man die Webcam nicht wie \u00fcblich oberhalb des Bildschirms findet: Sie wurde darunter platziert, wodurch das Gegen\u00fcber einen bei Videokonferenzen nur aus ungew\u00f6hnlich tiefer Perspektive zu Gesicht bekommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein USB-C-Docking am Aldi-Notebook<br>Das Akoya P6645 bietet vier USB-Buchsen. Die Typ-A-Buchse rechts spricht nur langsames USB 2.0, die drei USB-Buchsen links hingegen USB 3.0 (SuperSpeed, 5 GBit\/s). Eine der drei linken Buchsen hat das moderne Typ-C-Format. USB-C-Docking ist daran jedoch nicht m\u00f6glich, weil sich der Notebook-Akku nicht \u00fcber die Buchse laden l\u00e4sst. DisplayPort-Signale kommen hingegen wahlweise aus der Buchse \u2013 oder man nutzt f\u00fcr externe Monitore den separaten HDMI-Ausgang.<\/p>\n\n\n\n<p>Pikantes Detail: Medion nutzt f\u00fcr die DP-taugliche USB-C-Buchse ein inkorrektes Logo \u2013 und verwendet auf einem Handballen-Aufkleber ein selbst gestaltetes Typ-C-Logo, das die Verdrehsicherheit hervorheben soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Medion gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden an, was anders als bei Herstellerangaben \u00fcblich einer durchschnittlichen und nicht der maximalen Laufzeit entspricht: Bei auf 100 cd\/m2 abgedunkeltem Bildschirm und geringer Rechenlast haben wir n\u00e4mlich \u00fcber 11 Stunden gemessen. Zudem l\u00e4sst sich ein leerer Akku auch wieder flott bef\u00fcllen; die 80-Prozent-Marke war bei eingeschaltetem Notebook wie von Medion versprochen in rund 60 Minuten erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Innenleben des Akoya P6645<br>Wer die Bodenplatte abschraubt, gelangt ins Innere und kann dort unter anderem einen zweiten, leeren RAM-Slot mit einem zus\u00e4tzlichen Arbeitsspeichermodul best\u00fccken. Den freien 2,5-Zoll-Schacht kann man hingegen nicht f\u00fcr eine zus\u00e4tzliche Festplatte oder SSD nutzen, weil das zugeh\u00f6rige Anschlusskabel mit propriet\u00e4rem Mainboard-Stecker fehlt \u2013 das erinnert an das letzte Aldi-Notebook Akoya E6246.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie dort beherrscht auch das WLAN-Modul des Akoya P6645 nur einen Datenstrom pro Richtung. Wer Bastelarbeiten nicht scheut, kann f\u00fcr wenig Geld ein besseres Modul nachr\u00fcsten. Allerdings geht dabei die Herstellergarantie verloren, die hier lange drei Jahre umfasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Low-End-GPU GeForce MX150<br>Der Grafikchip GeForce MX150 rangiert am unteren Ende von Nvidias GPU-Portfolio. Er reicht zwar aus, um bei MMO-Spielen wie DOTA 2 h\u00f6here Frameraten zu erzielen, doch f\u00fcr Blockbuster-Grafik \u00e0 la Battlefield 5 ist der Grafikchip zu schwach. Bei allt\u00e4glichen Office-Anwendungen oder dem Abspielen von HD-Videos kommt ausschlie\u00dflich die im Core-i5-Prozessor integrierte Grafikeinheit Intel UHD 620 zum Einsatz. Sie reicht daf\u00fcr aus und belastet den Akku weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos Core i5: Der Quad-Core erzielt in Zusammenarbeit mit Medions K\u00fchlsystem hohe, wenngleich keine \u00fcberdurchschnittlichen Performance-Werte. Der K\u00fchler bleibt bei geringer Systemlast leise, dreht aber schon bei kurzen Lastspitzen in den h\u00f6rbaren Bereich.<\/p>\n\n\n\n<p>Bitte kein Linux f\u00fcrs Akoya-Notebook<br>Wer sich f\u00fcr das Akoya P6645 interessiert, sollte es unter dem vorinstallierten Betriebssystem Windows 10 Home nutzen, sofern man sich nicht ausf\u00fchrlich mit den Untiefen von Linux auseinander setzen m\u00f6chte. In einem Kurztest ist es uns nicht gelungen, Ubuntu 18.10 zu installieren: Die vom USB-Stick gestartete Installation st\u00fcrzte beim ersten Booten von der SSD reproduzierbar ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Gegencheck mit Fedora 29 lief die Installation zwar durch, doch anschlie\u00dfend gelang es uns nicht, \u00fcber die verf\u00fcgbaren Updates das Touchpad dauerhaft zur Mitarbeit zu bewegen und Abst\u00fcrze beim Herunterfahren oder Neustarten loszuwerden. An dieser Stelle habe wir die Versuche abgebrochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Arbeitsger\u00e4t ohne gro\u00dfe M\u00e4ngel<br>Das Medion Akoya P6645 ist ein ordentliches Arbeitsger\u00e4t, bei dem es hinsichtlich CPU-Performance, Bildschirm und Laufzeit wenig zu bem\u00e4ngeln gibt. Die gro\u00dfe SSD erfreut, ist aber auch ein Vorbote f\u00fcr das, was im Notebookmarkt insgesamt passiert: Wegen des anhaltenden Preisverfalls bei Flash-Speicherchips wird man viel SSD-Speicherplatz k\u00fcnftig h\u00e4ufiger auch in anderen Notebooks finden. Allerdings werden darunter wohl nur wenige Ger\u00e4te sein, die bei Preisen um 700 Euro drei Jahren Garantie haben \u2013 die meisten Hersteller geben bestenfalls zwei Jahre mit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;<a href=\"https:\/\/www.akkusmarkt.de\/Laptop-Akkus\/medion.htm\">Medion Laptop Akku<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medion gibt dem 700 Euro teuren Aldi-Notebook Akoya P6645 viel schnellen SSD-Speicherplatz mit und hat die Tastatur f\u00fcr gro\u00dfe Finger ausgelegt. Bislang waren SSDs mit 128 oder 256 GByte Speicherplatz bei Notebooks im mittleren Preissegment \u00fcblich. Das Medion-Notebook Akoya P6645, das Aldi S\u00fcd am 14. 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