{"id":4488,"date":"2020-01-13T11:10:24","date_gmt":"2020-01-13T11:10:24","guid":{"rendered":"http:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/?p=4488"},"modified":"2020-01-13T11:10:24","modified_gmt":"2020-01-13T11:10:24","slug":"so-schuetzt-apple-die-privatsphaere-der-nutzer-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/akkusmarkt.de\/Blog\/archive\/4488","title":{"rendered":"So sch\u00fctzt Apple die Privatsph\u00e4re der Nutzer"},"content":{"rendered":"\n<p>\n\nApple versichert immer wieder, dass der Schutz der Nutzerdaten oberste Priorit\u00e4t habe. Gleichzeitig sollen aber iPhone, iPad und Co. nahtlos miteinander kommunizieren und Daten \u00fcber die Cloud austauschen oder dem Nutzer anhand seiner Gewohnheiten schnell die passenden Infos an die Hand geben. Wie passt das zusammen?<\/p>\n\n\n\n<p>Um dies zu erl\u00e4utern hat Apple nun einen neuen Bereich auf seiner Webseite eingerichtet. Unter www.apple.com\/de\/privacy\/ finden Nutzer verst\u00e4ndlich aufbereitete Informationen dazu, wie Apple mit privaten Daten umgeht und was der Konzern unternimmt, um die Privatsph\u00e4re der Nutzer zu sch\u00fctzen. Au\u00dferdem gibt es dort Hinweise, wie die Nutzer selbst kontrollieren k\u00f6nnen, welche Daten sie mit welchen Apps teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade nach dem Skandal um das Abh\u00f6ren von Siri-Aufzeichnungen hat Apple die Notwendigkeit erkannt, besser und verst\u00e4ndlicher dar\u00fcber zu informieren, wie und warum private Daten verarbeitet werden. Im Fall der Siri-Mitschnitte werden Nutzer jetzt explizit um Erlaubnis gebeten, bevor Apple Sprachauswertungen durchf\u00fchrt. Apple betont auch immer wieder, dass man kein Interesse habe, Nutzerdaten zu sammeln und Nutzerprofile zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daten bleiben auf dem Ger\u00e4t<br>Apple versucht, m\u00f6glichst viele Aktionen, bei denen private Daten verarbeitet werden m\u00fcssen, direkt auf dem Ger\u00e4t durchzuf\u00fchren. Somit sollen so wenige Informationen wie m\u00f6glich \u00fcberhaupt an die Apple-Server geschickt werden. Dies beginnt schon beim Entsperrvorgang \u00fcber Face ID oder Touch ID, die laut Apple ausschlie\u00dflich auf dem jeweiligen Ger\u00e4t gespeichert sind und niemals auf Servern oder in der iCloud gelagert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Features in der Fotos-App, die ein personalisiertes Erlebnis bieten sollen, laufen laut Apple beispielsweise nur auf dem Ger\u00e4t ab. Algorithmen, die etwa erkennen, wenn Personen auf einem Bild zu sehen sind und diese sogar per Gesichtserkennung mit anderen Fotos der gleichen Person verkn\u00fcpfen k\u00f6nnen, sollen nur lokal auf dem jeweiligen Ger\u00e4t arbeiten und die Ergebnisse nicht mit Apple teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gleiche gilt etwa auch f\u00fcr die Ortsbestimmung. Aufgrund der Gewohnheiten des Nutzers kann ein iPhone beispielsweise lernen, wo der Nutzer wohnt und arbeitet. Entsprechend kann die Karten-App darauf hinweisen, wie lange der Weg zur Arbeit oder der Heimweg dauert. Auch dies soll sich nur auf dem iPhone selbst abspielen, ohne dass Apple diese Daten erh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo es n\u00f6tig ist, Daten zur Verarbeitung an Server zu schicken, sollen diese nicht zu einzelnen Nutzern zur\u00fcckverfolgt werden k\u00f6nnen. Daf\u00fcr wird auf dem Apple-Ger\u00e4t eine einmalige ID erstellt, die mit der jeweiligen Anfrage an den Apple-Server geschickt wird. Im obigen Beispiel der Karten-App etwa die Anfrage, wie lange die Fahrt von A nach B beim aktuellen Verkehrsaufkommen dauert. Diese Information soll nicht mit der Apple-ID des Nutzers verkn\u00fcpft sein und sich nicht auf eine einzelne Person zur\u00fcckverfolgen lassen. Somit soll es nicht m\u00f6glich sein, auf Grundlage dieser Daten ein Nutzerprofil zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Backup von Daten in der iCloud bietet Apple eine Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung f\u00fcr sensible Daten an. Dazu z\u00e4hlen etwa Zahlungsdaten oder der iCloud-Schl\u00fcsselbund, in dem Passw\u00f6rter gespeichert sind. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass f\u00fcr die genutzte Apple-ID die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert ist. Au\u00dferdem sollte das Betriebssystem auf dem aktuellen Stand gehalten werden, um voll davon zu profitieren. Die Daten aus der Health-App werden beispielsweise erst ab iOS 12 mit Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung gespeichert.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr Kontrolle \u00fcber die eigenen Daten<br>Apple will au\u00dferdem den Zugriff von Apps und Webseiten auf die Daten der Nutzer limitieren und Nutzern mehr Kontrolle dar\u00fcber geben, welche Daten sie teilen. Der Safari-Browser soll in Version 13 beispielsweise verhindern, dass Nutzer \u00fcber Webseiten hinweg getrackt und anhand ihres Profils von gezielter Werbung verfolgt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In iOS 13 hat Apple zudem neue Funktionen integriert, die verhindern sollen, dass Apps im Hintergrund den Standort des Nutzers speichern. Ein Pop-up weist Nutzer darauf hin, dass eine App im Hintergrund die Standortdaten abfragt und bietet verschiedene Einstellungsm\u00f6glichkeiten an. Neu ist, dass man der App zu Testzwecken den Zugriff auch nur einmalig erlauben kann. Auch wenn man die Nutzung grunds\u00e4tzlich erlaubt hat, soll die Information gelegentlich wieder abgefragt werden. Au\u00dferdem hat Apple die M\u00f6glichkeiten von Apps eingeschr\u00e4nkt, Standortdaten aufgrund von WLAN-Netzwerken oder Bluetooth-Ger\u00e4ten in der N\u00e4he zu sammeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Welchen Apps man welche Berechtigungen gegeben hat, kann man nat\u00fcrlich jederzeit auch in den Privatsph\u00e4re-Einstellungen \u00fcberpr\u00fcfen. Apple r\u00e4t auch dazu, dies regelm\u00e4\u00dfig zu tun und dabei zu hinterfragen, ob die eine oder andere App wirklich Zugriff auf Mikrofon, Standortdaten, etc. braucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Anmeldung mit Apple ID<br>Mit der neuen Funktion \u201eAnmeldung mit Apple ID\u201c will Apple den Nutzern eine M\u00f6glichkeit geben, ihre Privatsph\u00e4re zu sch\u00fctzen, wenn sie sich bei Apps oder Webseiten anmelden. Wenn ein Dienst die Option zul\u00e4sst, kann man k\u00fcnftig Accounts mit der Apple ID anlegen, \u00e4hnlich wie man sich beispielsweise \u00fcber seinen Facebook- oder Google-Account auch bei anderen Diensten einloggen kann. Der Login ist dann auf Apple-Ger\u00e4ten \u00fcber Face ID oder Touch ID m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Apple verspricht, dass Nutzer bei der Anmeldung \u00fcber ihre Apple ID nicht getrackt werden. Au\u00dferdem haben sie die M\u00f6glichkeit, ihre E-Mail-Adresse zu verstecken. Apple kreiert dann eine anonymisierte Adresse, die mit dem Account verkn\u00fcpft wird. E-Mails werden anschlie\u00dfend an die korrekte Adresse weitergeleitet. Wenn man \u00fcber einen Dienst zu viel Spam erh\u00e4lt, kann man die Verkn\u00fcpfung einfach l\u00f6schen, so dass die E-Mails k\u00fcnftig ins Leere laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Apps im App Store, die die Anmeldung \u00fcber den Account eines anderen Dienstes anbieten, sollen laut Apple bis April 2020 auch die Anmeldung mit Apple ID unterst\u00fctzen. Au\u00dferdem soll der Login \u00fcber die Apple ID auch in Android-Apps und auf Windows-Ger\u00e4ten funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<p>&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;<a href=\"https:\/\/www.akkusmarkt.de\/Handy-Akkus\/apple.htm\">Apple Handys Akku<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Apple versichert immer wieder, dass der Schutz der Nutzerdaten oberste Priorit\u00e4t habe. Gleichzeitig sollen aber iPhone, iPad und Co. nahtlos miteinander kommunizieren und Daten \u00fcber die Cloud austauschen oder dem Nutzer anhand seiner Gewohnheiten schnell die passenden Infos an die Hand geben. Wie passt das zusammen? 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